Kaum eine Insel hat so vielfältige Strände
Big Island ist geologisch jung — und das sieht man an den Stränden: pechschwarzer Lavasand, ein seltener grüner Sandstrand aus Olivin und daneben strahlend weiße Traumbuchten. Ich bin auf meiner Runde an vielen davon gewesen; hier sind meine fünf Favoriten, ehrlich sortiert nach Erlebnis.





Punaluʻu — der schwarze Sandstrand
Der bekannteste Strand der Südküste und für mich ein Pflichtstopp: pechschwarzer Lavasand, Kokospalmen — und mit etwas Glück Meeresschildkröten (Honu), die sich an Land sonnen. Ich habe hier gleich mehrere gesehen. Zum Schwimmen ist es wegen der Strömung nur bedingt geeignet, zum Staunen und Fotografieren aber perfekt.

Schildkröten stehen unter strengem Schutz — mindestens 3 m Abstand halten und niemals anfassen.
Schwarz, grün, weiß — Strände wie nirgends sonst.
Papakōlea — der grüne Sandstrand am South Point
Einer von nur rund vier grünen Sandstränden weltweit: Der olivgrüne Sand stammt vom Mineral Olivin aus einem alten Vulkankegel. Er liegt abgelegen am South Point (Ka Lae), dem südlichsten Punkt der USA — genau dort war ich auf meiner Route. Vom Parkplatz sind es rund 5 km pro Weg über offenes Weideland; der Anblick der grünen Bucht in der Steilküste ist die Wanderung absolut wert.

Kein Schatten, kein Kiosk — genug Wasser und feste Schuhe mitnehmen. Inoffizielle Pickups fahren die Piste gegen Geld; offiziell ist das nicht erlaubt.

Hapuna Beach — weißer Traumstrand
Wenn du den klassischen weißen Postkartenstrand suchst: Hapuna an der trockenen Kohala-Küste ist einer der schönsten weißen Sandstrände ganz Hawaiis — breit, hell, türkises Wasser und deutlich angenehmer zum Schwimmen als die Vulkanstrände. Im Winter kann die Brandung kräftig sein, dann unbedingt auf die Flaggen der Rettungsschwimmer achten.

Kua Bay (Kekaha Kai) — türkises Versteck bei Kona
Nördlich von Kona liegt Kua Bay im Kekaha Kai State Park: feiner weißer Sand und kristallklares, leuchtend türkises Wasser. Erreichbar über eine kurze holprige Lavapiste (ein normaler Mietwagen schafft es meist). An ruhigen Tagen top zum Schwimmen und Schnorcheln — bei Wellengang ist Vorsicht geboten.

Kahaluʻu & Magic Sands — die Kona Beach Parks
An der Kona-Küste reihen sich die Beach Parks aneinander — und hier bin ich das erste Mal geschnorchelt und habe meine erste Meeresschildkröte getroffen. Der Kahaluʻu Beach Park ist ein natürliches Aquarium mit flachem Einstieg, vielen Fischen und oft Schildkröten. Magic/White Sands nebenan ist der Bodyboard-Strand: mal ist der helle Sand da, mal spült ihn die Brandung weg.

Zum Schnorcheln in Kona: Wasserschuhe und Rücksicht aufs Riff. Meeresschildkröten beobachten, nicht berühren.
Kona-Küste vom Wasser aus erleben
Die Strände sind der Einstieg — die spektakulärsten Erlebnisse liegen im Wasser.
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Häufige Fragen zu den Stränden auf Big Island
Welcher Strand auf Big Island hat schwarzen Sand?
Der bekannteste ist Punaluʻu Black Sand Beach an der Südküste — pechschwarzer Lavasand, an dem sich oft Meeresschildkröten sonnen.
Gibt es wirklich einen grünen Sandstrand?
Ja — Papakōlea am South Point ist einer von nur rund vier grünen Sandstränden weltweit. Der grüne Sand besteht aus dem Mineral Olivin. Es sind etwa 5 km Fußweg pro Richtung.
Wo sieht man auf Big Island Schildkröten am Strand?
Sehr zuverlässig am schwarzen Strand von Punaluʻu und beim Schnorcheln am Kahaluʻu Beach Park in Kona. Honu stehen unter Schutz: Abstand halten, nicht anfassen.
Welcher Strand ist am besten zum Schwimmen?
Für entspanntes Schwimmen die weißen Sandstrände Hapuna und Kua Bay. Die Vulkanstrände (Punaluʻu, Green Sand) sind eher zum Staunen als zum Baden.
Mehr zu Big Island
Alle Etappen meiner Big-Island-Woche — Vulkane, Mauna Kea, Wasserfälle und die Südküste — findest du im großen Reisebericht.
